Archiv für April 2010
“Wir wollen wachsen und werben um weitere Freunde und Freundinnen, Partner und Mitglieder!”
Die vierseitige Kurzvorstellung des FBWE gibt Interessentinnen und Interessenten einen ersten Überblick zu Themen, Projekten und Organisation des neuen Vereins. Darin enthalten: Das Wunschprofil für weitere Freunde und Freundinnen, Kooperationspartner/-innen und Mitglieder (Download: Kurzvorstellung FBWE)
Im ersten Monat nach der Gründungsveranstaltung am 06.03.10 freut sich das FBWE über den ersten Mitgliederzuwachs durch 3 Beitritte. Außerdem hat der gewählte Vorstand seine Arbeit aufgenommen, die sich, wie der Vorsitzende Andreas Stein erklärt, in formale, inhaltliche und organisatorische Aufgaben unterteilt: “Neben den formalen Anforderungen zur Eintragung in das Vereinsregister etc. haben meine Vorstandskollegin Martina Knappert-Hiese und ich uns sofort an die weiteren inhaltlichen und organisatorischen Aufgaben gemacht. Wir wollen wachsen und werben um weitere Freunde und Freundinnen, Partner/-innen und Mitglieder! Dazu sind Voraussetzungen zu schaffen, wie beispielsweise eine Kurzvorstellung des FBWE zum Download über diese Plattform oder zur Verteilung in Papierform. Wir freuen uns, dass wir gleich im ersten Monat des Bestehens die ersten Ergebnisse dazu bereitstellen können, die sich durch Anregungen und Ergänzungen aus unserer Mitgliederschaft weiterentwickeln werden. Für uns gelten dabei die gleichen Gesetze wie überall, wie z. B. das Gesetz der ersten 100 Tage. Diese ersten 100 Tage brauchen auch wir, um die Struktur in unsere Arbeit zu bringen, auf die wir in den nächsten beiden Jahren aufbauen wollen. 100 Tage ab Gründung heißt also: Ab Mitte Juni geht es richtig los. Im Augenblick laufen wir uns dafür erst warm. Für weitere Interessenten am Themenfeld Bildung, Wirtschaft und Entwicklung bedeutet das: Bis Sommer ist ein günstiger Zeitpunkt als neues Mitglied aktiv in den Verein einzusteigen. Jetzt werden nämlich die Weichen für die nächsten beiden Jahre gestellt und wer dazu beitragen möchte, der kann damit zum jetzigen Zeitpunkt besonders gut beginnen.”
Gefährdungen durch die “Informationsschnipsel-Flut”
Von Andreas Stein, Kassel
In seiner Rede zum 90. Geburtstag von Richard v. Weizsäcker weist Bundespäsident Köhler auf ein verbreitetes Phänomen unserer Zeit hin, auf welches er durch das neue Buch von Tony Judt “Das vergessene 20. Jahrhundert” aufmerksam geworden ist: »Judt sieht ein “Zeitalter des Vergessens” und der Uneinheitlichkeit des Gewussten anbrechen. Früher, schreibt er, “hatten die meisten Leute auf der Welt begrenzten Zugang zu Informationen. Aber die Angehörigen eines Staates, einer Region oder einer Gemeinde wussten Vieles gemeinsam, dank staatlicher Schulen, staatlichem Radio und Fernsehen und einer gemeinsamen Presse.” Heute dagegen sei es umgekehrt – es gebe eine Flut von Informationsschnipseln und immer weniger, was die Bürger gemeinsam wissen.«
Wahrscheinlich berufsbedingt beobachete die Gefahren der “Informationsschnipsel-Flut” schon seit einigen Jahren. Die Menge der Informationen nimmt beständig zu, aber ihre Qualität ist immer schwerer einzuordnen. Das führt letztlich zu einer Überforderung und Frustration der Personen, die davon betroffen sind, verbunden mit dem Einbruch ihrer Leistungsfähigkeit.
Was kann man dagegen tun? Ein Lösungsansatz ist, sich in den Arbeitsgruppen, in denen man tätig ist, auf die Gefahr hinzuweisen. Denn oftmals wird die paralysierende Energie der “Informationsschnipsel-Flut” noch verstärkt durch gruppeninternes Wettbewerbsverhalten: Der Kampf um das “letzte Wort” oder den “bestimmenden Beitrag”, um die gruppeninterne Führungsstellung, produziert immer weitere “Informationsschnipsel”, die vom eigentlichen Gegenstand der Zusammenarbeit in einer Gruppe immer stärker ablenken.
Sicherlich ist, gefördert durch das Internet und die weitere Diversifizierung und Individualisierung der heutigen Mediennutzung die Gefahr, die von “Informationsschnipsel-Fluten” ausgeht, grösser als früher geworden. Um ihre negativen Auswirkungen zu dämpfen, ist also ein bewußter Umgang mit dieser Gefahr im Interesse der Pflege und Schonung der Produktivität von Gruppen- und Zusammenarbeit angezeigt. Hier sind auch Pädagogen, Lehrende und Ausbilder von heute gefragt: Sie müssen für die auszubildenden Schüler, Studenten und Mitarbeiter Bildungsangebote entwickeln, die auf die Gefahren der “Informationsschnipsel-Flut” eingehen und hinweisen, um dann Lösungsansätze aufzuzeigen, wie man sich vor dem Phänomen schützen kann bzw. wie man ihm entkommen kann, wenn man von dessen Negativwirkungen bereits betroffen ist.
»Tag der Erde« am 25. April 2010 in Kassel
»Mittlerweile sind es über 150 Organisationen und Gewerbetreibende aus dem ökologischen, sozialen, politischen und kulturellen Bereich, die Tausenden von Besucherinnen und Besuchern aus der Stadt und der ganzen Region anschaulich zeigen, was mit Phantasie und Gestaltungswillen getan werden kann, um das Leben auf dem Blauen Planeten lebenswert zu erhalten. Zusätzlich gibt es ein facettenreiches Musik-Kultur-Programm und viele Mitmachangebote für Kinder.« Dieser Auszug aus der Selbstbeschreibung des jährlichen Umwelt- und Kulturfestes in wechselnden Stadtteilen von Kassel beschreibt das Event treffend, das im letzten Jahr rund 20.000 Besucher zählen konnte.
Besuchen Sie am 25.04. den Tag der Erde 2010 im Kasseler Stadtteil Marbachshöhe und lesen Sie mehr dazu auf www.tag-der-erde.net.
FBWE richtet »Arbeitskreis Ökosoziale Marktwirtschaft« ein
Als ein spezielles Projekt, also als ein »Sonderprojekt« in Hinsicht seiner Bedeutung und Dauerhaftigkeit, bereitet das FBWE im Augenblick einen »Arbeitskreis Ökosoziale Marktwirtschaft« vor. In diesem Arbeitskreis soll das Konzept der Ökosozialen Marktwirtschaft (ÖSM) dem Kreis seiner Mitglieder; Freunde/-innen und Partner/-innern des FBWE bekannt gemacht werden. Ebenso soll auf die Personen, Initiativen und Organisationen verwiesen werden, die sich aktiv für das Konzept der ÖSM engagieren bzw. dieses weiterentwickeln. Dazu gehören z. B. (chronologische Reihenfolge nach Datum ihrer Wahrnehmung durch den Vorstand des FBWE, nicht nach ihrer Entstehung):
- www.faw-neu-ulm.de
- www.kit-initiative.de
- www.oesf.de
- www.oekosozial.at
- www.foes.de
- www.bundespraesident.de
Mehr zu den Projekten im FBWE erfahren Sie unter dem Menüpunkt Projekte.

